Lissabon - Eingangsportal der Kirche Nossa Senhora das Dores, Rua do Patrocínio
Lissabon - Eingangsportal der Kirche Nossa Senhora das Dores, Rua do Patrocínio
Tabernakeltür- Lissabon
Tabernakeltür- Lissabon
Unsere Liebe Frau der Schmerzen - Lissabon
Unsere Liebe Frau der Schmerzen - Lissabon
Porto-Igreja romanica de Cedofeita
Porto-Igreja romanica de Cedofeita

BEM - VINDO!

  

Die deutschsprachigen katholischen Gemeinden von Lissabon und Porto heissen Sie in Portugal herzlich willkommen.

 

Das sollte Sie nicht überraschen. Seit dem 12. Jahrhundert gibt es hier in Portugal eine seelsorgliche Betreuung der Menschen aus dem deutschen Sprachraum. Auch heute möchten wir, Ihre katholische Auslandsgemeinde, dazu beitragen, dass Sie sich auf geistig-religiöser Ebene und in einer Gemeinschaft deutscher Sprache aufgehoben wissen.

 

Gerne helfen wir Ihnen mit paktischen Tipps beim Einleben, unterstützen Ihre religiöse Erziehung der Kinder durch Kommunion- und Firmunterricht. Weihnachtsbasare, Pilgerreisen und einige Festlichkeiten und Exkursionen runden unsere Angebote ab.


Besonders auch als Tourist, Lissabon-Besucher oder Fatima-Pilger sind Sie uns sehr willkommen!
 

Was aktuell bei uns läuft, erfahren Sie hier und in unserem regelmässig erscheinenden Pfarrbrief.


Kommen Sie und feiern Sie sonntags um 11 Uhr mit uns die Heilige Messe in deutscher Sprache.

 


           

                                                                                   

 

 

Abschied von Portugal

 

 

 

Am 1. Oktober wird mich das Flugzeug nach Deutschland zurückbringen. Nach drei Jahren endet meine Zeit als Seelsorger für die deutschsprachigen Christen in Lissabon, Porto und Fátima sowie die Zeit als nebenamtlicher Militärseelsorger.

 

Ich muss zugeben, dass ich nicht gut bin im Abschiednehmen. Jetzt ist es so weit: Ich erstelle den letzten Pfarrbrief. Ab Oktober werden Andere die Verantwortung dafür übernehmen müssen.

 

Und weil ich nicht gut bin im Abschiednehmen, gestatten Sie mir bitte, dass ich mich kurz fasse. Ich bin gerne in Portugal gewesen. In den Gemeinden von Porto und Lissabon habe ich engagierte Christen kennengelernt. In der Militärseelsorge unter den deutschen Soldaten in Portugal und Spanien sind gute und wirklich freundschaftliche Verbindungen gewachsen. In Fátima habe ich die enge Mitbrüderlichkeit unter den Kaplänen des Heiligtums erfahren dürfen. Mit António Kardinal Marto konnte ich einen Ortsbischof erleben, der nahe bei den Menschen ist und enge Verbindung zu seinem Klerus hält. Das Ereignis des Centenário in Fátima mit der großen Zahl von Pilgern und die Begegnung mit Papst Franziskus war unbestritten der absolute Höhepunkt der drei Jahre.

 

Jetzt, nach drei Jahren habe ich die Sprache soweit gelernt, dass ich in der Lage bin zu verstehen und mich verständlich zu machen. Das ist vor allem Herrn Belarmino Nicolau zu verdanken, der mir in den ersten 6 Monaten meines Aufenthalts intensiven Sprachunterricht gegeben hat.

 

In den Gemeinden habe ich viel Unterstützung erfahren. Dafür danke ich Euch allen ganz herzlich und bitte um Verständnis, dass ich auf eine Aufzählung der Namen an dieser Stelle verzichten werde. Stellvertretend für alle Helfer möchte ich nur Rita Beirão nennen, die als Sekretärin mit großer Fröhlichkeit stets weit über das Maß ihrer bezahlten Stunden gearbeitet hat, ohne sich zu beklagen, und dazu noch meine Ungeduld aushalten musste.

 

Ab Mitte Oktober wird Pfarrer Clemens Maria Henkel in Portugal sein und die Leitung der Auslandsgemeinden übernehmen. Ich bin mir sicher, dass mit Pfarrer Clemens ein Priester meine Nachfolge antritt, der als Seelsorger mit großer Erfahrung und geistlicher Tiefe für die deutschsprachigen Christen in Portugal ein Gewinn sein wird. Ihm wünsche ich an dieser Stelle Gottes Segen für seine Aufgabe.

 

Vielen Besuchern habe ich gesagt: „Ihr seid nur gerade so lange in Portugal zu Besuch, um den Geschmack aufzunehmen, damit Ihr wisst, dass Ihr wiederkommen müsst!“ Das muss ich jetzt mir selbst sagen, da ich nach drei Jahren immer noch nicht an so vielen bedeutsamen Orten gewesen bin, die man eigentlich gesehen haben sollte. Dafür muss ich dann mal einen Urlaub in Portugal machen.

 

Nach Deutschland nehme ich saudade mit, wie sie vielleicht am schönsten von Mariza im Fado O gente da minha terra zum Ausdruck kommt.

 

Euer Pfarrer Norbert Abeler!