Lissabon - Eingangsportal der Kirche Nossa Senhora das Dores, Rua do Patrocínio
Lissabon - Eingangsportal der Kirche Nossa Senhora das Dores, Rua do Patrocínio
Tabernakeltür- Lissabon
Tabernakeltür- Lissabon
Unsere Liebe Frau der Schmerzen - Lissabon
Unsere Liebe Frau der Schmerzen - Lissabon
Porto-Igreja romanica de Cedofeita
Porto-Igreja romanica de Cedofeita

BEM - VINDO!

  

Die deutschsprachigen katholischen Gemeinden von Lissabon und Porto heissen Sie in Portugal herzlich willkommen.

 

Das sollte Sie nicht überraschen. Seit dem 12. Jahrhundert gibt es hier in Portugal eine seelsorgliche Betreuung der Menschen aus dem deutschen Sprachraum. Auch heute möchten wir, Ihre katholische Auslandsgemeinde, dazu beitragen, dass Sie sich auf geistig-religiöser Ebene und in einer Gemeinschaft deutscher Sprache aufgehoben wissen.

 

Gerne helfen wir Ihnen mit paktischen Tipps beim Einleben, unterstützen Ihre religiöse Erziehung der Kinder durch Kommunion- und Firmunterricht. Weihnachtsbasare, Pilgerreisen und einige Festlichkeiten und Exkursionen runden unsere Angebote ab.


Besonders auch als Tourist, Lissabon-Besucher oder Fatima-Pilger sind Sie uns sehr willkommen!
 

Was aktuell bei uns läuft, erfahren Sie hier und in unserem regelmässig erscheinenden Pfarrbrief.


Kommen Sie und feiern Sie sonntags um 11 Uhr mit uns die Heilige Messe in deutscher Sprache.

 


           

                                                                                   

 

Ankunft in Portugal

 

Liebe Gemeindemitglieder

der Katholischen deutschsprachigen Auslandsgemeinden in Portugal.

 

Seit Sonntag, den 14.10.2018, bin ich, Pfarrer Clemens Maria Henkel, im Dienst in unseren Gemeinden in Portugal. Ich darf mich kurz vorstellen. Am 04. Mai 1997 habe ich die Priesterweihe im Dom zu Augsburg empfangen und war dann als Kaplan in Kaufbeuren im Allgäu und in Bad Wörishofen tätig. Ab 2001 war meine erste Pfarrstelle in Maihingen / Wallerstein, eine Pfarreiengemeinschaft in der Ries – Region. Im Jahr 2009 vertraute mir der Bischof die Gebetsstätte Marienfried, Maria, Mutter der Kirche, an, wo ich bis 2018 tätig gewesen bin. Nach 10 Jahren Pfarreidienst ist es in unserem Bistum üblich, die Stelle einmal zu wechseln. Bei dieser Gelegenheit habe ich mich auch bei der Katholischen Auslands- seelsorge beworben, die mir die Stelle hier in Portugal angeboten hat. Ich darf an dieser Stelle Pfarrer Abeler und allen Verantwortlichen unserer Gemeinden in Lissabon / Porto für die geleistete Arbeit danken. So ist es mir möglich auf dem bisher gelegten Grund mit Ihnen weiter die Gemeinden aufzubauen. Es ist gut, dass ich bereits die PGR – Mitglieder in Lissabon und Porto kennenlernen konnte, wie auch die Verantwortlichen in Fấtima und der Militärseelsorge.

Einige Gemeindemitglieder haben mich gefragt, wie sie mich ansprechen sollen, worauf ich stets anworte: Nennen Sie mich einfach Pfarrer oder Padre Clemens. Mein Einzug in die Pfarrerwohnung in Lissabon ist zwar abgeschlossen, es wird aber noch eine Weile dauern, bis alle Umzugskartons ausgepackt sind. Ich bin dankbar, dass Frau Monika Locher, meine Pfarrhaushälterin, mir dabei behilflich ist. Sie hat glücklicher Weise ein Zimmer in Belėm gefunden und hat mit dem Linienbus eine gute Verbindung zu uns. In den nächsten Tagen freue mich auf eine Begegnung mit Ihnen bei Gottesdiensten oder Veranstaltungen. Bis dann, Ihr Pfarrer Clemens

 

Abschied von Portugal

 

 

 

Am 1. Oktober wird mich das Flugzeug nach Deutschland zurückbringen. Nach drei Jahren endet meine Zeit als Seelsorger für die deutschsprachigen Christen in Lissabon, Porto und Fátima sowie die Zeit als nebenamtlicher Militärseelsorger.

 

Ich muss zugeben, dass ich nicht gut bin im Abschiednehmen. Jetzt ist es so weit: Ich erstelle den letzten Pfarrbrief. Ab Oktober werden Andere die Verantwortung dafür übernehmen müssen.

 

Und weil ich nicht gut bin im Abschiednehmen, gestatten Sie mir bitte, dass ich mich kurz fasse. Ich bin gerne in Portugal gewesen. In den Gemeinden von Porto und Lissabon habe ich engagierte Christen kennengelernt. In der Militärseelsorge unter den deutschen Soldaten in Portugal und Spanien sind gute und wirklich freundschaftliche Verbindungen gewachsen. In Fátima habe ich die enge Mitbrüderlichkeit unter den Kaplänen des Heiligtums erfahren dürfen. Mit António Kardinal Marto konnte ich einen Ortsbischof erleben, der nahe bei den Menschen ist und enge Verbindung zu seinem Klerus hält. Das Ereignis des Centenário in Fátima mit der großen Zahl von Pilgern und die Begegnung mit Papst Franziskus war unbestritten der absolute Höhepunkt der drei Jahre.

 

Jetzt, nach drei Jahren habe ich die Sprache soweit gelernt, dass ich in der Lage bin zu verstehen und mich verständlich zu machen. Das ist vor allem Herrn Belarmino Nicolau zu verdanken, der mir in den ersten 6 Monaten meines Aufenthalts intensiven Sprachunterricht gegeben hat.

 

In den Gemeinden habe ich viel Unterstützung erfahren. Dafür danke ich Euch allen ganz herzlich und bitte um Verständnis, dass ich auf eine Aufzählung der Namen an dieser Stelle verzichten werde. Stellvertretend für alle Helfer möchte ich nur Rita Beirão nennen, die als Sekretärin mit großer Fröhlichkeit stets weit über das Maß ihrer bezahlten Stunden gearbeitet hat, ohne sich zu beklagen, und dazu noch meine Ungeduld aushalten musste.

 

Ab Mitte Oktober wird Pfarrer Clemens Maria Henkel in Portugal sein und die Leitung der Auslandsgemeinden übernehmen. Ich bin mir sicher, dass mit Pfarrer Clemens ein Priester meine Nachfolge antritt, der als Seelsorger mit großer Erfahrung und geistlicher Tiefe für die deutschsprachigen Christen in Portugal ein Gewinn sein wird. Ihm wünsche ich an dieser Stelle Gottes Segen für seine Aufgabe.

 

Vielen Besuchern habe ich gesagt: „Ihr seid nur gerade so lange in Portugal zu Besuch, um den Geschmack aufzunehmen, damit Ihr wisst, dass Ihr wiederkommen müsst!“ Das muss ich jetzt mir selbst sagen, da ich nach drei Jahren immer noch nicht an so vielen bedeutsamen Orten gewesen bin, die man eigentlich gesehen haben sollte. Dafür muss ich dann mal einen Urlaub in Portugal machen.

 

Nach Deutschland nehme ich saudade mit, wie sie vielleicht am schönsten von Mariza im Fado O gente da minha terra zum Ausdruck kommt.

 

Euer Pfarrer Norbert Abeler!